Die politische Funktion des Todes

Die politische Funktion des Todes

Lazarus Hospiz

FORUMABEND

GAST: Prof. Dr. Stefan Büttner-von Stülpnagel

Apl. Professor für Philosophie an der Universität Potsdam, Honorardozent an der Hochschule der Polizei Brandenburg/Oranienburg und an der Medizinischen Hochschule Theodor Fontane in Neuruppin. Seit 20 Jahren selbstständig als
Dozent für politische Bildung, Dozent für Recht und Ethik in Medizin und Pflege, Coach, Supervisor und Teamentwickler in der Sozialen Arbeit
Der Tod ist nicht nur eine existentielle Herausforderung für jeden Menschen, sondern er hat im Kontext der Politik eine eigenständige Funktion. Der Vortrag wird diese politische Funktion des Todes zum Thema machen. Dabei stehen vier Aspekte im Zentrum:

• Die Furcht vor einem gewaltsamen Tod fungiert zu Beginn der Neuzeit als Grund der Staatsbildung bei Thomas Hobbes.
• Der Tod fungiert in Form der Todesstrafe als innenpolitische ‚Waffe‘ des Staates.
• Der eigene Tod wird in Form des Selbstmordattentats als unwiderstehliche Waffe eingesetzt.
• Im Fall des Krieges, also des Todes für den Staat, entstehen besondere Legitimationsbedarfe, die in Grabreden und staatlichen Gedenkritualen zum Ausdruck kommen.

Alle diese Aspekte werden im Anschluss an den Vortrag zur Diskussion gestellt.

AnsprechpartnerInnen: Elizabeth Schmidt-Pabst und Anette Adam

Sie sind herzlich eingeladen!