Zum Internationalen Tag der Familie: Filmvorführung „Ich sterbe. Kommst du?“ am 11. Mai 2026 stellt Familien in Ausnahmesituationen in den Focus
Der Internationale Tag der Familie, der 1993 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde, rückt jährlich die zentrale Bedeutung von Familien in den Fokus der Gesellschaft und stärkt das Bewusstsein für ihre Unterstützung. Familie umfasst dabei weit mehr als die klassische Kernfamilie und schließt auch Großfamilien, Patchworkfamilien sowie vielfältige weitere Lebensformen ein.
Wie essenziell familiärer Zusammenhalt ist, zeigt sich besonders in Zeiten tiefgreifender Krisen. Wenn ein Elternteil schwer und lebensverkürzend erkrankt, gerät das familiäre Gleichgewicht ins Wanken. Emotionale Belastungen, organisatorische Herausforderungen und der Umgang mit Abschied betreffen alle Familienmitglieder – insbesondere Kinder.
Im Mittelpunkt der Filmvorführung „Ich sterbe. Kommst du?“ steht die Geschichte von Nadine, einer jungen Mutter im Endstadium einer Krebserkrankung, die schließlich der Aufnahme in ein Hospiz zustimmt. Eindringlich wird ihre Gefühlswelt sichtbar: die Sehnsucht nach ihrem sechsjährigen Sohn Dexter, die Auseinandersetzung mit dem nahenden Abschied und der Versuch, als Mutter weiterhin präsent zu bleiben. Gleichzeitig gewährt der Film Einblicke in die Perspektive der Großmutter Renate, die ihren Enkel betreut und zugleich mit dem drohenden Verlust ihrer Tochter konfrontiert ist.
Mit der Filmvorführung am 11. Mai 2026 – vier Tage vor dem Internationalen Tag der Familie – möchten der Hospiz- und PalliativVerband Berlin gemeinsam mit barnsteiner-film auf die Situation von Familien aufmerksam machen, in denen ein Elternteil schwersterkrankt ist. Ein besonderes Anliegen ist es, das Bewusstsein für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen zu stärken, die sich in einem Abschiedsprozess befinden.
Montag, 11.05.2026
um 17:30 Uhr
Zoo Palast, Hardenbergstraße 29A, 10623 Berlin
Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Podiumsgespräch statt, bei dem der Regisseur des Films Bejamin Kramme gemeinsam mit Expert*innen aus den Bereichen Hospizarbeit, Palliativversorgung und psychosoziale Begleitung und Betroffenen die im Film aufgegriffenen Themen vertieft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Herausforderungen für betroffene Familien, die Bedürfnisse von Kindern in Abschiedssituationen sowie die Frage, wie Unterstützungssysteme sensibel und wirksam gestaltet werden können. Auch das Publikum ist eingeladen, sich mit Fragen und eigenen Perspektiven einzubringen.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, hinzusehen, zu verstehen und ins Gespräch zu kommen – über die Herausforderungen, aber auch über die Kraft familiärer Verbundenheit in existenziellen Lebenssituationen.
Der Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V.
Der Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V. (HPV Berlin) wurde im September 1999 als Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Berlin gegründet und versteht sich als Interessenvertretung der Hospizbewegung in Berlin. Er fördert den Hospizgedanken sowie das ehrenamtliche Engagement für sterbende und schwerstkranke Menschen. Der HPV Berlin ist überkonfessionell und politisch unabhängig. Seine Mitglieder sind ein bedeutender Teil der hospizlichen und palliativen Versorgungsstruktur in Berlin.
Im HPV Berlin bilden die Mitglieder ein Netzwerk, das dem fachlichen Austausch, der gegenseitigen Unterstützung und der Sicherung der Qualität der Arbeit dient. Gemeinsam vertreten sie die Anliegen der Hospizbewegung im Land Berlin.